OLED

OLED

OLEDs (organische Licht emittierende Dioden) sind flache Leuchtmittel aus organischen halbleitenden Materialien. Die Technologie wird heute hauptsächlich für Displays und zur Beleuchtung eingesetzt. Im Gegensatz zur Punktlichtquelle LED sind OLEDs blendfreie flächige Lichtquellen, die etwa zur Beleuchtung von Räumen geeignet sind.

 


1. Aufbau


2. Funktionsweise


3. Vorteile


4. Unterschied zu LED


5. OLED Hersteller


 

Aufbau

OLED Aufbau

Eine OLED besteht aus sehr dünnem Glas, auf dem sich eine transparente stromleitende Beschichtung befindet, die als Anode dient. Auf diese Schicht werden nacheinander mehrere hauchdünne Schichten des organischen Materials aufgebracht. Den Gegenpol (Katode) bildet wiederum eine metallische Schicht. Licht entsteht durch das Anlegen einer elektrischen Spannung.

Der Begriff „organisch“ bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die organische Chemie. Das ist ein Teilgebiet der Chemie, in dem auf Kohlenstoff basierende chemische Verbindungen behandelt werden.

 

Funktionsweise

Das Leuchten der OLED wird über „Elektrolumineszenz“ erreicht. Elektrolumineszenz (EL) ist eine Form von Leuchtstoff, bei der ein Festkörper durch Anlegen einer elektrischen Spannung dazu angeregt wird, elektromagnetische Strahlung in Form von Licht zu emittieren.

 


 

Bei der OLED befindet sich dieser Festkörper als dünne Schicht zwischen zwei Elektroden (Anode & Kathode). Wird eine OLED mit Spannung versorgt, beginnen diese Schichten zu leuchten.

Das weiße Licht wird hierbei über eine additive Farbmischung erzeugt. Das bedeutet, dass die Kombination von roten, grünen und blauen Schichten einen Weißton erzeugt. Bei der LED wird in der Regel effizientes blaues Licht mit einer Phosphorschicht beschichtet, was das blaue Licht in weißes umwandelt. Nachteil dabei, der Blauanteil bleibt relativ hoch und das Licht hat eine leicht bläuliche Erscheinung.


 

Vorteile


OLEDs sind effiziente und blendfreie Leuchtmittel, die ohne Reflektor, Kühlung und Diffusoren auskommen und es uns so ermöglichen, die Bauteile einer Leuchte zu minimieren. In unseren Produkten ist dies an ihrer geringen Bauhöhe erkennbar.

Das Licht der OLED hat eine besonders weiche und angenehme Lichtwirkung. OLEDs eignen sich daher besonders gut für Anwendungen wie Akzentbeleuchtung und Anwendungen, die nahe am Menschen sind.

Die OLED steht mit ihren Eigenschaften daher nicht in Konkurrenz zur LED, sondern bildet mit ihrem guten Licht eine Ergänzung innerhalb der modernen Beleuchtungstechnik.

 

Unterschied zu LED

Im Vergleich zu den kristallinen, anorganischen Materialien in LEDs lassen sich die organischen Materialien in der Herstellung mit wesentlich weniger Energie gewinnen.

Im Gegensatz zur Punktlichtquelle LED sind OLEDs blendfreie flächige Lichtquellen, die ohne zusätzlichen Komponenten wie Diffusoren, Reflektoren oder Kühlkörper zur Beleuchtung von Räumen eingesetzt werden können.

 

OLED-Hersteller

In Deutschland ist u. a. Merck ein Hersteller für diese organischen Materialien; im Jahr 2006 wurde hier die erste OLED-Leuchte entwickelt.

 

 

Weltweit gibt es mehrere OLED-Verarbeiter, die qualitativ hochwertige Leuchtmittel herstellen. Wegen der für uns relevanten technischen Eigenschaften nutzen wir für unsere Leuchtenfamilie OMLED One Produkte von OLEDWorks, deren Produktionsstandort in Aachen liegt. Zusammen mit unseren anderen Materialien werden alle Bauteile unserer Leuchten zu 100% in Deutschland gefertigt.